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Das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg hatte keine Informationen zur
Einhorn-Strecke in Wittichen, übersandte mir jedoch zwei Textstellen zur “Einhorn-Strecke” der Grube “Güte Gottes im Zundelgraben”. Als 1723 ein Erzgang erschürft worden war, richtete man
einen Tagschacht im Sandstein ein, 24 m unter dessen Rasenhängebank legte man einen Querschlag nach Nordwesten an, den späteren “Oberen Stollen”, der den Erzgang nach ca. 35 m Länge traf. Hier richtete
man später das hauptgesenk ein. Nach weiteren 11 m traf man den Tagschacht. 1727 wurde der mittlere Stollen (der “Schmiedestollen”) nach Westsüdwest über 168 m aufgefahren. Er durchschlug 1729 14 m
nordwestlich des Hauptgesenks die Gangstrecke. Entlang des Scharkreuzes der beiden Gänge wurde der Erzfall über mehrere Sohlen, von denen aus Gesenke und Überhauen betrieben wurden, abgebaut. Nach Südosten hielt die
Vererzung nur 12 - 14 m an (Elephant, Adler, Weißer Hirsch und Bär), nach Nordwesten über 40 m (Rappen-Ort, Einhorn-Strecken, Liegendes Tigerort, Tiger, Löwe). Das Bärenort lieferte in Richtung Nordwesten
nach ca. 72 m Kobalterze mit außergewöhnlich viel gediegenen Wismut, die mittels des 18 m tiefen Löwen-Schachtes abgebaut wurde. Die Grube “Güte Gottes” hatte ihre Blütezeit 1729 bis 1741 und 1789 bis
1815 (mit 80 t Erz). 1847 fiel die Grube endgültig ins bergfreie. Von 1724 bis 1847 förderte die Grube “Güte Gottes“ 951 t Kobalt- und Wismuterze und 34 kg Silber.
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