|
Das Siegel des Ritters Heinrich von Rümlang zeigt 1291 als Schildfigur einen Eberkopf ohne Hauer. Nach
1300 muß das Wappentier gewechselt worden sein: Die Deckenmalerei im Haus “Zum Loch” (um 1306) und die Züricher Wappenrolle (um 1340) weisen den Herren von Rümlang das halbe Einhorn zu, vielleicht um
dadurch eine Beziehung zu den Herren von Tengen auszudrücken, die in Rot ein silbernes Einhorn führten. Als Geschlechtswappen erscheint das halbe Einhorn auch auf einem Glasgemälde für Hans von Rümlang. Bereits im 15. Jahrhundert wurde das Wappen der Herren von Rümlang auch von der Obervogtei Rümlang verwendet, die von 1424 bis 1798 bestand. Es erscheint darum - meist mit waagrecht gestelltem Horn - bei Edlibach (um 1493), auf einer Wappenscheibe von 1508 in der Kirche, auf dem Kelchteller von 1526 und in jüngeren Wappenbüchern. Wann die Gemeinde das Vogteiwappen als ihr Abzeichen gewählt hat, ist nicht sicher auszumachen. Durch Gemeinderatsbeschluß vom 6.9.1930 erhielt das Ortswappen amtlichen Charakter.
Das Wappen der Herren von Rümlang findet sich auch in der deutschen Gemeinde
Zindelstein (bis zu deren Eingemeindung 1924 nach Wolterdingen).
Einen Bezug zum Wappen der Herren von Tengen haben auch die deutschen Gemeinden
Oberried, Tengen (zum Wappen der Stadt Tengen:
Talheim, Uttenhofen und Wiechs am Randen
), die Schweizer Gemeinden
Dübendorf und Humlikon.
|