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Unten in Rot silberne Efeuranken, oben in Blau goldene Lilien; über dem Schild eine goldene Mauerkrone
mit fünf gezinnten Türmen; als Schildhalter zwei silberne Einhörner auf silbernem, im Umschlag blauem Band; darauf das Motto: “Liliis Tenaci Vimine Jungor” (Lilien halten zusammen, Weiden verbinden);
unter dem Wappen goldene Ranken; daran hängen Orden, in der Mitte La Légion d’Honneur (Ehrenlegion), rechts und links La Croix de Guerre 1914 - 1918 und 1939 - 1945.
1185 hat Philippe-Auguste die
Einwohner der Stadt aus dem Lehen der Grafschaft entlassen und ihnen als amtliches Symbol ein Wappen verliehen, unten einfarben, darüber in Blau Lilien. Die Künstler des Mittelalters wollten die Monotonie der
glatten Schildfläche mit Arabesken aufbrechen, was man in der Heraldik “diapré” (bunt) nennt. Diese Darstellung wurde fortgeführt und die Ranken erhielten dann Blätter, wie auch im Wappen der
picardischen Familie d’Ailly, die die Vidamie von Amiens innehatten, Zweige des Maulbeerbaumes erscheinen. Amien hatte zunächst sein glattes Wappenfeld mit Weidenruten verziert (“vimen”
(Weidenrute), das man im Wort “vimine” des Mottos wiederfindet), dann mit Maulbeerzweigen (in Hulgigung der Vidamie) und schließlich mit Efeuranken. Diese konkretisierten das Festhalten und die
Verbindung der Stadt mit der Krone, wie sie auch das von Louis XI verliehene Motto “Un osier puissant m’unit aux lis” (Eine kräftige Weide (im Sinne einer Bande) vereinigt mich mit den Lilien), als
er die Stadt dem Herzog der Bourgogne zurück gab. Die Einhörner, Symbole der Reinheit, bekräftigen die Aufrichtigkeit dieser Absicht.
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