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Der Bayerische Staatsminister des Innern hat durch Urkunde vom 17.5.1951 der Gemeinde Oberschondorf im
Landkreis Landsberg am Lech das Recht verliehen ein Wappen folgender Beschreibung zu führen: “In Rot der silberne Rumpf eines goldgekrönten Einhorns mit blaugesteintem goldenen Ring am Horn” Dem
Wappen liegt das Wappen der Edlen von Schondorf zugrunde, die seit dem Ende des 13. Jahrhunderts vermutlich auf dem gleichnamigen Gut am Ammersee ansässig waren, später ihren Hauptsitz in Pähl (Kr. Weilheim) nahmen
und in der zweiten Hälfte des 16. Jh. ausstarben. Es gibt keine verläßlichen Anhaltspunkte, wo sie ihren eigentlichen Sitz hatten und ob sie eine Burg besaßen. Etwa seit 1418 wurde dem Einhornrumpf ohne Vorderfüße
der am Horn des Tieres aufgehängte Ring, frühestens seit 1439 die Krone beigefügt. Die Farben des Wappens sind durch die Wappensammlung des herzogl. Archivars Lieb aus der Zeit um 1600 belegt. Bei der Übernahme des
alten Wappens durch die Gemeinde Oberschondorf hat diese gegenüber der Gemeinde Unterschondorf den Vorrang, da sie geschichtlich die bedeutendere Siedlung ist und von jeher als die Heimat der Edlen von Schondorf
gilt, während Unterschondorf früher eine kleine Fischersiedlung ohne Adelsitz war.
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