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Raku ist Irdenware, gebrannt bei ca. 1000°C. Die Stücke werden bei dieser Temperatur dem Ofen entnommen und zur Nachreduktion in Laub oder Sägemehl gelegt. Durch langjährige Erfahrung
ist es möglich, die Glasureffekte etwas zu steuern. Die Raku-Technik ist in japan seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrh. bekannt. Sie wurde stark beeinflußt vom Zen-Buddhismus und der japanischen
Teezeremonie.
Das japanische Wort Raku (wörtlich übersetzt: “Lustiges Brennen”) bedeutet Ruhe, Muße, freie zeit, Wohlbefinden, Glückseligkeit. Mit Raku-Keramik verbanden die Japander Meditation,
ein nach innen Gehen und Freude am Dasein. Raku-Keramiken waren von größter Schlichtheit, Unaufdringlichkeit und Natürlichkeit. Modernes Raku, von dem Amerikaner Paul Soeldner begonnen, ist farbiger und
expressiver geworden. Raku-Brände wurden teilweise zu Happenings, Ereignissen, an denen mehr Menschen Anteil haben konnten. Für mich ist Raku als eine der vielfältigsten Keramiktechniken deshalb so interessant, weil
es unerschöpflich ist. Mit jedem Brand kann ich lernen und verändern und so vielem, was in mir ist, immer neuen Ausdruck
verleihen.
Andreas Reimann
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