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Megasthenes, Indika: Pferdegröße, Hirschkopf, Schweineschwanz, Elefantenfüße, gewundenes Horn, indischer Name: kartazon
Aelian, De natura animalium: Wiederholung der Berichte des Ktesias unter Anfügung der Darstellung des
Megasthenes Er berichtet von einem unzugänglichen Gebirge im Inneren Indiens und vom Einhorn, “das sie dort ‘Cartázonos’ nennen. Dieses Tier ist so groß wie ein ausgewachsenes Pferd,
hat eine Mähne, starkes Haar, Füße wie ein Elefant und einen Ziegenschwanz. Es ist außerordentlich behende.” Der Name ‘Cartázonos’ ist wahrscheinlich die griechische Verballhornung der
Sanskrit-Bezeichnung “Kartajan” (Herr der Wüste oder Herr der Wildnis).
Bei Megasthenes und Aelian liegt trotz der Beschreibung eines nashornähnlichen Tieres keine Verwechslung mit ihm
vor, da sie im Folgekapitel ausdrücklich das Nashorn beschreiben.
Aristoteles, De partibus animalium, schöpft aus Ktesias indischem Esel als Beispiel für die Einheit von Einhufigkeit
und Einhörnigkeit.
Plinius d. Ä.,Naturalis historia. Seine Ausführungen zum Einhorn beruhen auf Aristotels. “
Die Oräischen Inder machen Jagd auf ein außerordentlich wildes Tier, das sie ‘Monoceros’ nennen. Es hat einen Hirschkopf, Elefantenfüße und den Schwanz eines Ebers. Sein übriger Körper gleicht dem
eines Pferdes. Es stößt einen tiefen, dunklen Laut aus, und auf der Mitte seiner Stirn wächst ihm ein schwarzes Horn von etwa zwei Ellen Länge. Es wird behauptet, man könne dieses Tier nicht lebendig fangen.”
Solinus, Collectanea, wiederholt wie Aelian die Berichte des Ktesias und Megasthenes und kehren wie
die des Aelian in den mittelalterlichen Enzyklopädien wieder. “Das grausamste Tier aber ist das Einhorn, ein Ungeheuer, das ein entsetzliches Gebrüll ausstößt, einen Pferdekörper mit
Elefantenfüßen hat, dazu einen Schweineschwanz und den Kopf eines Hirschen. Mitten aus seiner Stirn ragt ihm ein Horn, wundervoll leuchtend, von etwa vier Fuß Länge, das so scharf ist, daß es mit Leichtigkeit
alles durchbohren kann. Niemals fängt man es lebend; vielleicht kann man es töten, aber einfangen kann man es nicht.”
Auch Plinius und Solinus verwechseln das Einhorn nicht mit dem Nashorn, da sie diesem
eigene Abhandlungen widmen.
Sicherlich sind auch Abbildungen von Fabeltieren in Babylon über Mesopotamien hinaus bekannt geworden:
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