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Was ist denn jetzt los?
Mein Kopf wird unsagbar schwer, die Gedanken kämpfen sich mühsam durch den zähen Sumpf meiner Gehirnwindungen nach
oben. Was wollte ich gerade?
Ich sitze da und das Gewicht meines Kopfes will mit aller Macht auf die Tischplatte knallen. Augen zu und endlich
Ruhe!
Aber ich muß arbeiten und so sirrt mein Kopf weiter, meine Augen schmerzen und ich bin ganz platt von den
unerwarteten Attacken.
Ich stelle mir gerade mein Gehirn vor: mäandergleich liegen die Windungen aufeinander, die plötzliche Hitze und
Zeitlupenhaftigkeit hängen sich wie Schleim an die Gedanken, drücken sie immer wieder in diese trostlose Melange.
Wie Krieger kämpfen sie dagegen an, bäumen sich auf – und werden gefangen. Wieder rappeln sie sich auf, nur um
nochmal zu versinken, noch tiefer. Ich ersticke fast in diesem Morast.
Jemand drückt gewaltig gegen meine Augen. Spinnt der, die fallen mir doch gleich heraus! Ich brauche Luft. Frische
Luft. Muß raus, mich bewegen. Hab‘ ich da Schleim an den Händen?
Endlich draußen! Meine Füße stapfen wie im Tiefschnee dahin. Kalt. Die Sonne scheint und dennoch scheinen meine
Schuhe im Schlamm stecken zu bleiben. Mühsam ist jeder Schritt. Und kalt.
Schluß jetzt damit! Ich muß noch einkaufen und zu Hause wartet auch noch viel Arbeit auf mich. Also los,
los!
Und es geht wirklich los. Schneller als ich dachte bin ich daheim und auch hier läuft alles wie am
Schnürchen. Ich bin platt.
Ich bin fertig, ich habe alles geschafft! Ja, ich bin fertig. Fix und fertig. Wie habe ich das alles nur
gemacht? Ich zittere. Muß mich hinlegen. Tut das gut. Bin ich müde!
Mein Kopf ist so schwer, meine Arme sind so schwer, meine Beine sind so schwer. Alles ist so schwer. Ich schlafe
ein ...
Gabriele Fleischhacker 30.01.2002
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