|
Sowas
Ich kann es gar nicht fassen: Vati ist wieder zu Hause! Soweit wieder alles in Ordnung!
Ich weine vor
Glück und Erleichterung. Vati hört sich an wie früher, er scheint sich nicht verändert zu haben.
Aber die Freude hält nicht lange an. Sie wird verdrängt durch die altbekannte Angst.
Durch
die Besorgnis, die sich anscheinend in meine Knochen eingenistet hat.
Ich zittere immer noch, mein Herz klopft noch wie wild, wenn ich an ihn denke.
Ich kann mich nicht entspannen, nicht
genießen, daß er wieder zu Hause ist.
Zu groß ist meine Befürchtung, zu tiefsitzend meine Angst, daß ..........................................
Nein, ich will das nicht schreiben, nicht
denken, nicht realisieren. Ich will mich nur freuen.
He, Ihr Knochen und Gedärme, Du dummes Herz, hört Ihr es? Er ist wieder da!
Freut Euch und löst die Klammer, mit der Ihr mich
erwürgt. Normalzeit ist angesagt!
Naja, ein Versuch war es wert. Es wird halt noch dauern, bis der Körper dem Kopf folgt.
Bzw. bis der Kopf diese Bilder vergißt, diese Sorgen und
Ängste in eine Schublade räumt.
Gabriele Fleischhacker 17.9.2002
|