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Sehen
Weitere Möglichkeit:
Ich gehe durch einen lichten, hellen Wald. Die Blätter wiegen sich leicht im
Wind, die Vögel zwitschern und mir ist leicht und froh zu Mute.
War da nicht etwas? Irgend etwas huscht um mich herum. Ich setze mich auf einen
umgestürzten Baum und warte, hole Schokolade aus meiner Tasche.
Beiße genußvoll hinein. Ah, wie gut das tut, witsch, witsch, ein Waldelfenmädchen
steht vor mir. Ich gebe ihr von meiner Schokolade ab.
Gemeinsam schlemmen wir, bis die Schokolade alle ist. Dann faßt sie mich an der
Hand und gemeinsam laufen wir los.
Auf einer kleinen Lichtung bleiben wir stehen. Sie hat noch kein Wort
gesprochen, aber wir verstehen uns auch so. Wir lächeln uns an, kichern.
Sie legt sich ins Gras, wippt mit den Zehen nach einer Melodie, die ich nicht hören
kann, noch nicht. Ich lege mich neben sie.
Sie nimmt meine Hand, drückt sie fest und innig und schaut mir tief in die
Augen. Wie wunderschön sie ist!
Ein Teil von ihrem Glanz wird ein Teil von mir - und ich sehe und staune und mein
Herz hüpft vor Freude.
Über uns in den Bäumen eine Ansammlung von Laubhütten, mit Lianenbrücken
verbunden auf denen die Elfen traumhaft sicher gehen.
Zu unseren Füßen erscheint ein Elf, nickt freundlich und geht auf einen mächtigen
Baum zu. Eine geheime Tür öffnet sich und er verschwindet.
Wir stehen auf. Sie zeigt mir Vogelnester und einen Platz mit wunderschönen
Himmelsschlüsseln. Ich liebe diese Blumen!
Sie auch. Wir setzen uns und hören dem überirdischen Klang zu.
Ich schlafe ein und erwache vom Gebimmel des Kartoffelmanns: “Kartoffeln,
schöne, neue Kartoffeln!”
Gabriele Fleischhacker 8.12.2001
Ich glaub’ es nicht, noch ein Gedicht!
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