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Sehen
Andere Möglichkeit:
Ein Meer von Zelten in allen Größen und Formen, hunderte bunte Wimpel, die im
frischen Wind knattern.
Gaukler, Musikanten, Künstler und Akrobaten, daß Dir vor Staunen der Mund offen
bleibt!
Feinste Stoffe und edle Gewänder mit Edelsteinen übersät und verwegene
Hutkreationen für die Damen der Gesellschaft.
Und die schimmernden Geschmeide, zart wie Spinnweben und die Salben, Essenzen und
Tinkturen in hauchzarten, wundervollen Gefäßen.
Pokale, Teller und Schalen aus purem Gold fangen das Sonnenlicht ein - Luxus pur.
Mannshohe Bogen, Zauberschwerter, Klingen in allen Variationen und geheimnisvolle
Pfeile.
Nicht zu vergessen die Gaumenfreuden! Buffets in verschwenderischer Fülle bieten
Obst an und Gemüse und Fisch und Fleisch und als Krönung: die Desserts und Kuchen!
Ganze Paläste aus Sahneeis auf gefrorenem Wasser, auf denen Puddingboote mit Kekssegeln
schwimmen, umgeben von Kuchenbergen, auf denen Zuckerfiguren unter Zuckerbäumen flanieren.
Und mittendrin stehe ich, überwältigt von den Farben, den Klängen und Gerüchen in
nie gekannter Zahl.
Und erst die Elben! Groß und schmal und ätherisch schön schauen sie herab auf
mich, halb gelangweilt, halb mitleidig.
Aber das macht mir nichts aus. Ich bin hier! Ich bin hier! Ich nehme all den Glanz
in mir auf bis in meine letzte Faser.
Alles schaue ich mir an, Alles und Jeden. Alles probiere ich, bis ich müde werde
und einschlafe.
Dann läutet der Wecker und ich bin verwirrt. Wo bin ich? Egal, ich weiß, wo ich
war.
Gabriele Fleischhacker 7.12.2001
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