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Meine Schwestern
Es war ein schwerer Tag. Gesundheitlich ging es mir auch nicht sehr gut, zu viele Menschen wollten zu viel von mir. Ich
bin müde und gereizt, könnte weinen vor Wut und Enttäuschung.
Da schaue ich in den nachtschwarzen Himmel und meine Augen werden vom Licht der Sterne gefangen, ihr Schimmer hüllt mich ein wie ein
Versprechen auf das Glück. Ich überlasse mich diesem Glück - gebe mich hin - und mein Schmerz zerrinnt wie Sand in meinen Händen. Mein Herz atmet auf und ich bin eins mit dem Licht da oben, bin
glücklich, daß ich ein Teil dieses Mysteriums bin - und lache.
Lache über die Engstirnigkeit der Menschen, ihren Starrsinn, ihren Egoismus. Wie kann man nur so kleinlich sein im Angesicht
dieser Macht!
Ich lache und tanze mit meinen Schwestern dort oben nach dem uralten Lied von Beginn und Werden und Sterben und dem Kreislauf des Lebens
Gabriele Fleischhacker 7.1.1998
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