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Körperlicher Schmerz
Ich sitze da und fühle mich, als schnitten mich tausend Messer entzwei. Wie dünn meine Haut ist, wie dünn.
Durchlöchert auch durch
diese permanente Anstrengung, den körperlichen Schmerz, der mich fast nie verlässt.
Wie der faule Atem eines Untiers umweht er mich, durchdringt mich, macht mich so entsetzlich schwach.
Die
scharfen Zähne des Mauls, in dem ich gefangen kauere, beißen mich kaputt.
Anscheinend habe ich mich wieder etwas gefangen, wenn ich so schaurige Vergleiche anstellen kann. Oder einfach: das
Schreiben hilft mir.
So ein Schmerz, der wie ein Hammerschlag kommt, ist mir aber tausend mal lieber.
Lieber als der Schmerz, der so kommt, als ob ein Gong geschlagen würde, langsam und
machtvoll und unerträglich laut.
Der Ton, respektive der Schmerz, kommt dann sichtbar und fühlbar auf dich zu, unaufhaltsam und unerbittlich.
Und wenn er dich dann erreicht, irgendwie dann
doch unerwartet schnell, trifft es dich wie ein Schlag.
Er haut dich in Stücke, zermalmt dich, vernichtet dich. Es gibt nur noch den Schmerz, sonst nichts.
Aber es muss weitergehen. Weiter
und immer weiter. Irgendwann kannst du ja wieder atmen.
Gabriele Fleischhacker 24.2.2003
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