|
Hörst Du das dort oben?!
Dunkelheit, Schmerz. Würgende Flammen umkrallen mein Herz.
Es lief doch alles wieder gut, es ging aufwärts. Dann dieser Anruf und die Hölle tut sich
auf.
Dieses Hin und Her, dieses Auf und Ab. Es geht gut, es geht schlecht.
Es zerreißt mich schier. Ich halte das nicht mehr aus. Diese Ungewißheit macht mich kaputt.
Aber was
soll er sagen? Er hat die Schmerzen. Er muß alles erleiden, alles ertragen.
Unten schreit ein Kind vor Zorn, wirft sich auf den Boden, tritt mit den Beinen in die Luft, schreit und schreit
und schreit.
Es kann seiner Wut oder seinem Frust oder was auch immer nachgeben, Raum lassen.
Anfangs habe ich auch dem Schmerz nachgegeben. Aber ich versank darin, es wurde nicht
besser.
Das ist der Unterschied zum Kind-Sein: Wir wissen und sehen und kein Schreien hilft.
Zuversicht und Kraft und Stärke brauchen wir. Hoffnung. Wie sagt Vati immer: Jetzt kann es
nur noch aufwärts gehen!
Sein Wort in Gottes Ohr. Hörst Du das dort oben?!
Gabriele Fleischhacker 9.9.2002
|