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Einfach
Einfach ganz still liegen. Hohe Halme und Gräser begrenzen mein Blickfeld. Wie Gulliver in Lilliput komme ich mir vor.
Da, ganz am Rand hinten, wippen
Glockenblumen im Wind. Ganz sacht schaukeln sie hin und her. Ich lausche dem feinem Klang, der nur ab und zu unterbrochen wird vom zarten Schlagen fein schimmernder Schmetterlingsflügel.
Wow,
da kommt aber ein dicker Brummer! So kugelig - und doch fliegt er elegant zur nächsten vor Nektar strotzenden Blüte. Gierig und irgendwie selbstvergessen steckt er seinen Rüssel in den Topf mit
Nahrung.
Diese Ruhe, dieser Friede. Wie Balsam legt er sich auf meine Wunden, hüllt mich ein. Wenigstens für einen kurzen Moment bin ich entspannt und glücklich. Früh genug muß ich zurück in
die wirkliche Welt.
Aber ein bißchen Atem schöpfen muß erlaubt sein, oder? Ruhe und Friede tanken in dieser hektischen Welt, die so laut und Besitz ergreifend ist.
Da mache ich nicht
mit. Das ist mein Leben, auch wenn ich momentan meinen Rhythmus verloren habe. Ich werde ihn wieder finden, werde wieder zu mir kommen, ganz bestimmt.
Ich stehe auf und stelle mich dem, was
auch immer kommt
Gabriele Fleischhacker 4.9.2002
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