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Das Tor
Fahl und schwefelgelb lodernd steht dort oben das Tor zur Hölle. Verlangend strecken die ausgefransten Wolkenbänder ihre Finger nach mir
aus.
Rundherum ist da oben alles grau in grau, aber man ahnt das Feuer dahinter, das sich in diesem Tor sammelt und auf die Erde herunterspeit, unheilverkündend.
Die Bäume, die
Häuser, so düster, beklemmend. Und doch klar und deutlich. Als wenn die Zeit innehalten würde, festgefroren wäre.
Meine Schritte hallen durch diesen Morgen. Kein Mensch ist auf der
Straße. Kein Vogel singt. Ich bin alleine.
Als ich um die Ecke biege erschrecke ich fast, bin aber auch fasziniert. In diesem Grau hebt sich ein riesiger Farbfleck ab.
Es bedarf
nicht viel Fantasie, um dort oben die riesigen Schwingen eines gefallenen Engels zu sehen der zur Erde stürzt, schwefelgelb glühend.
Gabriele Fleischhacker 25.11.2002
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